Wenn du eine Frage hättest, welche würdest du stellen? Das ersteQ & A: unser fünfter Call

Ich war ziemlich aufgeregt, denn es war das erste Mal, seit die Membership gestartet hat, dass wir uns mit Kamera und Mikro zu Wort melden durften und diese Gelegenheit wollte ich natürlich nicht verpassen. Ich habe mein größtes Thema gewählt, wie könnte es auch anders sein. Es ging um die ständige Aufforderung an mich (z.B. in der Therapie oder im nahen Umfeld), ich müsse Grenzen setzen. So berichtete ich darüber, wie schwer ich mich damit tun würde, vor allem in meiner Partnerschaft. Vor Kurzem hatte Rosa den Unterschied zwischen Grenzen und Standards nach ihrer Methode erklärt und das hat mir so viel Leichtigkeit geschenkt, den Druck herausgenommen, Grenzen setzen zu müssen wie verrückt, wie es mir seit Jahren geraten wird. Denn Grenzen setzen verschließe unser Herz! Das bedeute aber nicht, dass man sich weiterhin mit Beziehungen bzw. Verhaltensweisen zufriedengeben müsste, die nicht deinen emotionalen Standards entsprechen. Wow wie schön ist das bitte?


Dann sprach ich von meiner anstehenden räumlichen Trennung, dem Selbstwertgefühl und meiner Angst in Bezug auf unsere Tochter, weil wir ihr nicht die Liebe vorleben würden, die ich mir für sie wünschen würde. Tränen flossen. Trennung darf schwer sein, nahm ich für mich mit. Dass es keine Selbstverständlichkeit sei, sie mit offenem Herzen durchführen zu wollen und wenige Menschen, das könnten. Außerdem gab Rosa mir den wertvollen Tipp mit, die Bewertung aus dem Ganzen herauszunehmen, denn schließlich sei das eine Egosache und die Ursache für den Schmerz und Drama. Ja, das kann ich annehmen und wünsche mir sehr, dass ich es schaffe, es immer mehr umzusetzen und vor allem meinem Kind die Dinge auch so zu erklären, dass sie keine Angst haben muss und sich durch unsere Trennung nicht abgelehnt fühlen wird. Ist das möglich, einem Kind mit so etwas keinen Schaden zuzufügen? Jedenfalls werde ich mein Bestes tun, nicht zu vergessen, was wirklich wichtig ist, nach vorne zu schauen und mein Ego immer hinter mein Kind zu stellen.
Was ist überhaupt die Definition von einer guten, der besten Mutter? Und wer entscheidet das?

Die Ansprüche und Erwartungen an uns Frauen sind sowieso nicht zu erreichen, also warum sich damit stressen. Ich lebe getreu dem Motto, jede Mama ist die beste Mama für ihr Kind. Mich tröstet außerdem die Überzeugung, dass sich die Kinderseele ihre Eltern selbst aussucht. Möge unser Kind dennoch niemals in einen Rosenkrieg verwickelt sein und sich gut in ihr neues Normal einleben. Rosa ermutigt mich jedenfalls danach zu gehen, ob sich meine Beziehung nach einem Safe Space anfühlt und demnach zu entscheiden. Entschieden habe ich jedoch schon und zwar genau aus diesem Grund, weil es nicht so ist.

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