Liebe Nadine, wann und wodurch bist du auf Rosa aufmerksam geworden?
Ich habe von Rosa im Mai 2025 als erstes Reels und Storys auf Instagram gesehen und bin dann in ihre Podcastwelt eingetaucht und war verwirrt und fasziniert gleichzeitig.
Wie sah dein Leben aus, bevor du die Rosa Koppelmann Methode kennengelernt hast?
Ich habe in den letzten Jahrzehnten so viel im Bereich Persönlichkeitsentwicklung gemacht, ich geriet regelrecht in so einen Selbstoptimierungswahn (das darf ich so nicht denken, dann ziehe ich das Unglück weiter an, Mist, schon wieder verneint, das kann ja so nix werden), dass ich total erschöpft war. Ich war so tief in meiner Selbstverurteilung, weil ich trotz aller Bemühungen und immer mehr Tuns und noch mehr Machens immer erfolgloser, unglücklicher und unzufriedener wurde.
Gleichzeitig war ich mit der Firma an einem sehr kritischen Punkt, bei dem ich schon über längere Zeit aus privater Rücklage Geld reinpumpen musste, und ich mich mit dem Thema Privatinsolvenz und dem Verlust unseres Zuhauses und des Firmengebäudes konfrontieren durfte.
Was waren deine größten Herausforderungen?
Ich habe mich wie die Versagerin des Jahrhunderts gefühlt, wenn ich die ganzen Erfolgsstorys von anderen wahrnahm. Ich konnte nicht verstehen, warum bei anderen das mit dem Erfolg und dem Manifestieren scheinbar mühelos klappte, und fühlte mich wie die einzig Blöde auf diesem Planeten, deren Leben immer schwerer, komplizierter und erfolgloser wurde. Der Druck lastete sehr schwer in mir, und von überall außen auf mir.
Ich wollte nicht mehr auf die Erfüllung irgendeines Ziels warten, damit sich mein Leben irgendwann mal besser anfühlt. Ich wollte mich im JETZT endlich wohl und glücklich fühlen.
Wie hast du dich damals in deinem Alltag gefühlt?
Ich war im Hamsterrad aus “noch mehr tun und machen und immer noch mehr neuen Input in mich laden” gefangen und gleichzeitig so unendlich erschöpft und kraftlos von all den Kämpfen im Außen und Innen.
Was hat sich bei dir ganz konkret geshiftet, seit du mit der Rosa Koppelmann Methode arbeitest bzw. spielst?
Es war, als hätte ich die ganze Zeit die falsche Spielanleitung für mein Spiel des Lebens in der Hand gehalten (Ich bin immer wieder zurück auf Los und durfte keine 2000 € einziehen, wie bei Monopoly.) Jetzt aber hatte ich die „Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte“ erhalten. Und nun beginnt das Spiel meines Lebens so richtig Spaß zu machen. 😊
Was war bisher dabei deine größte Transformation?
Zu erkennen, dass ich nicht meine Gefühle, nicht mein Körper und nicht meine Gedanken bin, sondern das strahlende, pulsierende, unglaubliche und faszinierende Bewusstsein, das alle Instanzen wahrnimmt, denen Raum zum da-Sein schenkt, und gleichzeitig (ohne die Etiketten von gut und schlecht daran zu hängen) in meine Macht komme.
Mein Gehirn habe ich seitdem Brainda genannt und wir beide führen einen regen, freundschaftlichen und manchmal hitzigen Austausch miteinander, wenn mein Bewusstsein die Führung übernimmt und meine Brainda ziemlich aufgeregt die schönsten Horrorszenarien zeichnet 😊
Und dann den Satz: “Ich weiß nichts, und gerade deshalb bin ich sicher“ mir nicht nur vorzuplappern, sondern in jeder Faser meines Seins zu fühlen, ist der absolute Gamechanger für mich.
Was passiert in dem Moment, in dem du Rosas Botschaft der radikalen Akzeptanz auf dein Leben anwendest?
Aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen schrieben wir in der Firma wieder schwarze Zahlen. (Mit dem gleichen Kunden- und Personalstamm, ohne dass irgendjemand groß Überstunden produzierte.)
Ich fand es sooooo befreiend, dass ich nichts “tun“ musste, dass ich zu niemandem “werden“ musste und dass es keine Ziele in der Zukunft zu erreichen gab. Dieses beschriebene Gefühl der Gleichgültigkeit wurde nicht von meinem Verstand konstruiert, sondern es war, als würde sich jede Faser meines Seins wirklich daran erinnern, dass es genauso richtig ist.
Zum ersten Mal nach 46 Jahren bin ich einfach im JETZT glücklich und fühle mich wohl darin. Ich genieße es in vollen Zügen, auch wenn nicht immer alles rund und super-duper läuft. Dann nehme ich meine Angst an die Hand, rede mit meiner Brainda und gemeinsam gehen wir durch das, was jetzt gerade dran ist. No matter what.
Ich hatte in meiner letzten RKM Session so ein großartiges Bild:
Meine Seelenenergie ist als leuchtender Energieball im Meer geschwommen. Da kamen mal große Wellen (mit Themen wie Willkür und Abhängigkeit) und mal kleine leichte Wellen (Thema: zu dumm sein, usw). Manchmal haben die Wellen mich geschaukelt und es war lustig, manchmal ging es hoch her, und manchmal hat mein Energieball einen Purzelbaum geschlagen, weil die Wellen so hoch waren und viele hintereinander kamen. Aber all das konnte meinem unendlichen Sein gar nichts anhaben. Und dieser leuchtende Energieball hat sich mit dem ganzen Meer, dem Strand, dem Himmel und allem, was existiert, verbunden.
Und genau so ist es für mich mit dem, was mich im Alltag manchmal beschäftigt hält oder sich bedrohlich anfühlt. Das gibt mir so einen tiefen Frieden in mir, das ist unbezahlbar.
Was würdest du sagen, hat dich an Rosa persönlich am meisten inspiriert? Was macht ihre Arbeit so einzigartig?
Sie gibt auf eine unvergleichliche Art und Weise ihr Wissen und ihre Erfahrung weiter und gleichzeitig stellt sie immer wieder klar, dass jede und jeder seinen ganz eigenen Weg hat und ermutigt einen, diesen auch in sich selbst zu finden und zu gehen. Das habe ich vorher noch niemals bei irgendeinem Coach erlebt. Rosa ist einzigartig und garantiert immer kohärent.
Ich freue mich schon sehr darauf zu erleben, wie es bei Rosa weitergeht und freue mich schon auf das, was noch kommen wird. Es ist jetzt schon alles großartig, aber es wird auch immer wieder ein bisschen großartiger, auch wenn man das heute gar nicht für möglich hält 😊
Was ist das Besondere an der Allowance Ausbildung? Was hat dich bewogen, dich anzumelden?
Ich hatte so viele Dinge schon probiert, ich hatte schlichtweg nichts mehr zu verlieren, um mich auf diese vollkommen neue Art des Denkens, Handelns und Fühlens einzulassen. Daran, dass sich dadurch wirklich meine komplette Welt dreht, habe ich damals allerdings nicht geglaubt.
Wenn du die Allowance-Ausbildung in einem Satz beschreiben müsstest – wie würdest du sie zusammenfassen?
Unendlich befreiend und selbstermächtigend, ich muss nirgendwohin und alles ist JETZT in mir.
Was ist dein persönlicher „Allowance-Moment“, an den du immer zurückdenken wirst?
Da gibt es so viele, dass es schwer ist, einen einzigen rauszupicken 😊 Der erste war jedenfalls schon direkt in der 1. Sitzung, als ich mich damit auseinandergesetzt habe, dass meine Klobürste und ich eins sind. Nach der ersten großen Ablehnung konnte ich die Gleichzeitigkeit zwischen uns feststellen (die Klobürste muss immer die Scheiße weg machen und ich in meinem Leben damals auch 😊) Somit konnte ich mich mit ihr neutral und ohne Widerstand fühlen. Das war für mich schon ziemlich crazy.