Über einen Leguan in Costa Rica, 400 unerwartete Verkäufe — und warum Intuition ein perfektes Timing hat, auch wenn wir es lange nicht sehen.
Sommer 2024. Costa Rica. Ich stehe in der Küche und nehme meinen Kurs EMPOWERED ME auf. Draußen vor dem Fenster klettert ein Leguan im Baum. Und ich spüre diesen Energieschauer — den, den ich kenne, wenn sich etwas Großes bewegt. Nicht als Gedanke. Als körperliche Gewissheit.
Ich wusste: Das wird groß.
Dann habe ich den Kurs gedroppt. Und es passierte — nichts. Kein riesiger Launch. Keine Welle. Rund hundert Verkäufe, tolles Feedback, aber nicht das Wow, das ich vorher körperlich gefühlt hatte.
Und dann habe ich etwas getan, das mir inzwischen sehr vertraut ist: Ich habe vertraut. Den Kurs stehen lassen. Nicht weiter beworben. Einfach gewartet — ohne zu wissen, worauf.
Achtzehn Monate später, kurz bevor ich ihn aus meinem Shop genommen habe, kaufen plötzlich noch einmal über fünfhundert Menschen genau diesen Kurs.
Die Welle. Die, die ich achtzehn Monate zuvor schon gespürt hatte.
Was dieses Timing über Intuition sagt
Es gibt ein Verständnis von Intuition, das ich für zu eng halte: dass sie sich sofort bestätigen muss. Dass ein Gefühl, das nicht unmittelbar eintritt, kein echtes Signal war.
Aber Intuition operiert nicht in menschlichen Timelines.
Was ich in Costa Rica als Energieschauer gespürt habe, war real — die Energie des Moments war real, die Größe war real. Was noch nicht real war, war die äußere Bereitschaft dafür. Das Feld, die Menschen, der Zeitpunkt. Und das Leben hat gewartet — nicht weil das Signal falsch war, sondern weil der Moment noch nicht da war.
Achtzehn Monate. Das ist lang genug, um zu zweifeln. Lang genug, um zu denken: Ich habe mich getäuscht. Und genau da liegt der Kern.
Was Vertrauen wirklich bedeutet
Vertrauen bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, passiv zu warten und zu hoffen. Es bedeutet, die Handlung zu vollziehen — den Kurs aufzunehmen, das Angebot zu machen — und dann loszulassen. Nicht in Gleichgültigkeit, sondern in echter Gewissheit: Das Timing gehört nicht mir.
Das ist eine der anspruchsvollsten Übungen, die es gibt. Das Gehirn hasst Ungewissheit. Es sucht Bestätigung. Und es will sie sofort.
Die Toleranz für zeitlich verzögerte Bestätigung ist keine natürliche Stärke des menschlichen Nervensystems. Sie ist etwas, das trainiert wird — durch wiederholte Erfahrungen, dass das innere Wissen verlässlich ist, auch wenn es sich nicht sofort zeigt.
Jede Welle, die später kam als erwartet und dennoch kam, ist Training.
Das Leben ist nie zu spät
Das ist der Satz, der mich in den letzten Monaten immer wieder begleitet hat.
Es gibt kein Zu-spät im Sinne von: Die Gelegenheit ist vorbei, du hast sie verpasst.
Es gibt nur: noch nicht. Und: jetzt.
Die Welle, die ich achtzehn Monate zu früh gespürt habe, ist gekommen — im einzig möglichen Moment, nämlich dann, als er da war. Nicht früher, weil das Feld noch nicht bereit war. Nicht später, weil die Energie des Moments sie getragen hat.
Wenn du das liest und etwas in dir leise sagt: Ja, ich weiß — dann ist das keine Reaktion auf gutes Marketing. Es ist Resonanz. Und Resonanz entsteht nicht durch Überzeugung. Sie ist einfach da.
Mit viel Liebe, Rosa